Nano Banana 2.1: Google halbiert Bildpreise, mehr Qualität

Nano Banana 2.1: Google halbiert Bildpreise, mehr Qualität

Google hat Nano Banana 2.1 veröffentlicht, sein neuestes Modell zum Erzeugen und Bearbeiten von Bildern. Die wichtigste Neuerung ist der Preis: Er liegt bei etwa der Hälfte dessen, was die Vorgängerversion gekostet hat. Außerdem sei das Modell laut Google seinen Vorgängern "in jeder Hinsicht" überlegen.

Es löst Nano Banana 2 ab, das im Februar 2026 erschienen war. Entwickler, die noch das ältere Modell nutzen, sollten sich die Frist merken: Google schaltet "gemini-3.1-flash-image" am 29. Oktober 2026 ab.

Was unter der Haube steckt

Nano Banana 2.1 basiert auf Gemini 3.6 Flash, der schnellen, schlanken Stufe von Googles Gemini-Familie. Damit ist es ein anderes Produkt als Nano Banana Pro, das auf dem neuesten Pro-Modell in Version 3.1 läuft. Pro dürfte nach wie vor Googles stärkstes Bildmodell sein.

Google bezeichnet 2.1 als "das effizientere Gegenstück" zu Pro. In der Praxis bietet das Unternehmen damit zwei Spuren an: ein schnelles, günstiges Modell für die meisten Aufgaben und ein teureres für die bestmöglichen Ergebnisse.

Ob diese Aufteilung in ihrer jetzigen Form Bestand hat, ist offen. Google hat sein nächstes Pro-Modell, Gemini 4 Argon, bereits angekündigt, und der nächste große Sprung bei der Bildqualität könnte von dort kommen.

Die neue Preisliste

Die Senkungen sind deutlich. So sehen die Kosten pro Bild im Vergleich aus:

  • 1K-Bild, Nano Banana 2.1: 3,36 Cent (vorher 6,70 Cent)
  • 4K-Bild, Nano Banana 2.1: 7,56 Cent (vorher 15,10 Cent)
  • 1K-Bild, Nano Banana Pro: 13,40 Cent

Ein einzelnes 1K-Bild von Pro kostet damit etwa viermal so viel wie eines von 2.1. Selbst ein 4K-Bild von 2.1 ist günstiger als ein 1K-Bild von Pro.

Was laut Google besser wird

Nach Angaben von Google bringt das Update Verbesserungen in mehreren Bereichen:

  1. Optische Qualität insgesamt. Bilder sollen allgemein besser aussehen.
  2. Textdarstellung. Schrift in Bildern, seit Langem eine Schwachstelle von Bildmodellen, soll sauberer ausfallen.
  3. Konsistente Figuren. Personen und Figuren sollen von einem Gesprächsschritt zum nächsten gleich aussehen.
  4. Breite Panoramen. Weitläufigere Szenen gelingen besser.
  5. Infografiken. Auch Diagramme und erklärende Grafiken stehen auf der Liste.

Das Modell nimmt bis zu 14 Referenzbilder auf einmal entgegen. Daraus kann es bis zu vier Figuren und zehn Objekte über mehrere Ausgaben hinweg einheitlich halten. Das ist wichtig für alle, die eine Bildserie erstellen, etwa ein Storyboard oder eine Reihe von Produktfotos, in der dieselbe Person oder derselbe Gegenstand immer wieder auftauchen muss.

Nano Banana 2.1 kann außerdem auf die Google-Suche zugreifen. Zudem bietet es drei Denkstufen - minimal, mittel und hoch -, die sich auf die Qualität des fertigen Bildes auswirken. Mehr Nachdenken bedeutet in der Regel bessere Ergebnisse, mit dem erwartbaren Abstrich bei der Geschwindigkeit.

Unterstützt werden die Auflösungen 1K, 2K und 4K, und das Modell arbeitet im Tempo der Flash-Klasse.

Benchmarks gegen Praxis

Auf dem Papier schlägt 2.1 Pro teils deutlich. Doch es gibt einen Haken: Auch Nano Banana 2 lag in denselben Tests gleichauf mit Pro. Im Alltag liefert Pro dennoch oft sichtbar bessere Bilder.

Diese Lücke zwischen Benchmark-Werten und dem, was Nutzer tatsächlich sehen, sollte man im Hinterkopf behalten, bevor man 2.1 als Ersatz für Pro betrachtet. Es ist günstiger und schneller. Ob es gut genug ist, hängt von der Aufgabe ab.

Wo es zu finden ist

Google verteilt das Modell über eine lange Liste seiner Produkte:

  • die Gemini-App
  • den KI-Modus in der Google-Suche
  • Google AI Studio
  • Flow by Google
  • Stitch by Google
  • Google Ads
  • die Gemini Enterprise Platform

Weitere technische Details stehen in der Modellkarte, die Google veröffentlicht hat.

Unsere Einschätzung

Die wichtigste Zahl ist hier kein Benchmark-Wert, sondern die Preissenkung. Wenn ein Bild nur noch die Hälfte kostet, verschiebt sich die Rechnung für alle, die Bilder in großem Stil erzeugen, von Werbeteams in Google Ads bis zu Entwicklern, die mit AI Studio arbeiten. Das deutet darauf hin, dass Google auf Masse setzt und nicht nur auf Spitzenqualität, um den Markt für Bildgenerierung zu gewinnen.

Auch die zweistufige Aufstellung wirkt gewollt. Flash für den Alltag, Pro für die schwierigsten Fälle. Eine ähnliche Linie hat Google bei den Chatbots gezogen, wo es vor Kurzem Gratisnutzer auf Flash-Lite beschränkt hat. Günstigere Modelle übernehmen die Masse, Premium-Modelle bleiben zahlenden Kunden vorbehalten.

Der Wettbewerb drängt in dieselbe Richtung. Konkurrenten wie Flux 3 Image setzen ebenfalls auf Konsistenz bei mehrstufigen Bearbeitungen - genau das Problem, das Google mit der Unterstützung für Referenzbilder angeht.

Spannend bleibt, ob unabhängige Tester feststellen, dass 2.1 den Abstand zu Pro im Praxiseinsatz verringert, oder ob sich die Benchmark-Gewinne erneut nicht im Alltag zeigen. Die andere offene Frage ist, was Gemini 4 Argon bei seinem Erscheinen für die Bildqualität bringt.